{"id":7552,"date":"2020-08-10T15:45:55","date_gmt":"2020-08-10T20:45:55","guid":{"rendered":"https:\/\/cornflowerblue-rail-980953.hostingersite.com\/?p=7552"},"modified":"2020-08-21T18:27:31","modified_gmt":"2020-08-21T23:27:31","slug":"whats-new-in-pediatric-imaging-german-august-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging-hub.acoredu.com\/de\/whats-new-in-pediatric-imaging-german-august-2020\/","title":{"rendered":"What\u2019s new in Pediatric Imaging (German) \u2013 August 2020"},"content":{"rendered":"<p>[embedyt] https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2qC2ILOyOMQ[\/embedyt]<\/p>\n<h3><span style=\"color: #800080;\"><strong>ABDOMINALE BILDGEBUNG<\/strong><\/span><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h5><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>Signifikanz von fehlendem Darmgas auf abdominalen R\u00f6ntgenaufnahmen in p\u00e4diatrischen Patienten mit adh\u00e4siven-D\u00fcnndarmobstruktionen.<\/strong><\/span><\/h5>\n<p>Johnson BL, Campagna GA, Hyak JM, et al The significance of abdominal radiographs with paucity of gas in pediatric adhesive small bowel obstruction \u00a0<em>Am J Surg<\/em> \u00a02020; 220: 208\u2013213.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.amjsurg.2019.10.035\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.amjsurg.2019.10.035<\/a><\/p>\n<p><strong>Fragestellung: <\/strong>Welche Bedeutung hat fehlendes Darmgas bei der initialen R\u00f6ntgenaufnahme des Abdomens (AXR)?<\/p>\n<p><strong>Studiendesign:<\/strong> Retrospektive Studie von 2011 bis 2015<\/p>\n<p><strong>Standort:<\/strong> Monozentrisch, Texas Children\u00b4s Hospital\/Baylor College of Medicine, Houston, Texas<\/p>\n<p><strong>Teilnehmer und Einschlusskriterien:<\/strong> 207 Patienten mit adh\u00e4siver D\u00fcnndarmobstruktion (ASBO)<\/p>\n<p><strong>Therapie: <\/strong>Operation<\/p>\n<p><strong>Endpunkte:<\/strong> Die Raten von AXR-Befunden (erweiterte luftgef\u00fcllte Darmschlingen, fehlendes Darmgas) und Genauigkeit des AXR vs. CT-Scans in Bezug auf die Art der Obstruktion (nicht charakterisierbar, niedriggradig, hochgradig oder closed-loop).<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse:<\/strong> Initiale AXR zeigten in 41% der F\u00e4lle keine luft-\/gasgef\u00fcllten Darmschlingen. Zus\u00e4tzlich kam es bei diesen Patienten h\u00e4ufiger zu chirurgischen Eingriffen, als bei Patienten mit erweiterten luftgef\u00fcllte Darmschlingen (49% vs. 32%, P=0.01).<\/p>\n<p>Patienten ohne luft-\/gasgef\u00fcllte Darmschlingen hatten zus\u00e4tzlich h\u00e4ufiger closed-loop oder hochgradige Obstruktionen als Patienten mit luftgef\u00fcllte Darmschlingen (71% vs. 29%, P&lt;0.001).<\/p>\n<p><strong>Kommentar: <\/strong>Abdominale R\u00f6ntgenaufnahmen bestimmen oft die initiale Behandlung bei Kindern mit D\u00fcnndarmobstruktion. Das Fehlen von luft-\/gasgef\u00fcllten Darmschlingen ist mit schwerwiegenderen Obstruktionen (hochgradig und closed-loop) und h\u00e4ufigeren Operation assoziiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>Ultraschallgef\u00fchrte Invaginationsreduktion mit Kochsalzl\u00f6sung und Sedierung zur Behandlung ileokolischer Invagination: 20 Jahre Erfahrung<\/strong><\/span><\/h5>\n<p>S\u00e4cke RS, \u00a0Anconina \u00a0R, Farkas E, et al.\u00a0 Sedated ultrasound guided saline reduction (SUR) of Ileocolic intussusception: 20 year experience . \u00a0Journal Pre-Proof. <em>J Pediatr Surg<\/em>\u00a0 2020.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.jpedsurg.2020.05.049\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.jpedsurg.2020.05.049<\/a><\/p>\n<p><strong>Fragestellung:<\/strong> Wie wird der ultraschall-gef\u00fchrte Einlauf mit Kochsalzl\u00f6sung unter Sedierung (Sedated ultrasound guided saline reduction, SUR) zur Behandlung von ileokolischen Invaginationen verwendet?<\/p>\n<p><strong>Studiendesign:<\/strong> Retrospektive Studie von 1998 bis 2018<\/p>\n<p><strong>Standort:<\/strong> Monozentrische Studie, Ben Gurion University of the Negev, Be&#8217;er Sheva, Israel<\/p>\n<p><strong>Teilnehmer und Einschlusskriterien:<\/strong> 414 Invaginationen wurden mit SUR behandelt; 338 waren prim\u00e4re Episoden und 76 waren wiederkehrende Episoden.<\/p>\n<p><strong>Therapie:<\/strong> SUR<\/p>\n<p><strong>Endpunkte:<\/strong> Technische Erfolgsrate und Perforationsrate. Zus\u00e4tzlich wurden noch klinische und bildgebende Assoziationen mit der Erfolgsrate\/Perforationsrate, einschlie\u00dflich des Alters der Patienten, Fehlens von freier Fl\u00fcssigkeit und Lokalisation im rechten oberen Quadranten untersucht.<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse:<\/strong> 257 von 338 prim\u00e4ren Episoden (84.3%) konnten erfolgreich mit SUR behandelt werden. 59 von 76 wiederkehrenden Episoden wurden erfolgreich mit SUR (78%) behandelt. W\u00e4hrend der SUR traten keine Perforationen auf. Statistisch signifikante Assoziationen mit erfolgreicher SUR waren ein h\u00f6heres Alter zum Zeitpunkt der Diagnose (P=0.016), das Fehlen von freier Fl\u00fcssigkeit (P=1.803e-05) und die Lokalisation der Invagination im rechten oberen Quadranten (P=0.0048).<\/p>\n<p><strong>Kommentar<\/strong><strong>:<\/strong> Die Erfolgsrate der fluoroskopischen Luft\/hydrostatischen Invaginationsreduktion liegen zwischen 68-90%. Zu den Risiken dieser Verfahren z\u00e4hlt die Strahlenexposition, sowie das geringe Risiko einer pneumatischen Perforation. Diese Studie zeigt eine hohe Erfolgsrate der SUR, welche im oberen Bereich der berichteten Erfolgsrate der fluoroskopischen Reduktion liegt, ohne stattgefundene Perforation und ohne Strahlenexposition. Eine gro\u00dfe Herausforderung der SUR ist die fehlende M\u00f6glichkeit, das Caecum und Ileum in Echtzeit darzustellen. Dies ist auf die eingef\u00fchrte Luft zur\u00fcckzuf\u00fchren, welche mit der sonographischen Auswertung interferiert. Dar\u00fcber hinaus erfordert diese Technik An\u00e4sthesie, welche stets potentielle Risiken birgt und in den meisten Krankenh\u00e4usern nicht \u00fcblich ist. W\u00e4hrend SUR eine n\u00fctzliche und erfolgreiche Technik zur Behandlung von ileokolischen Intussuszeptionen sein kann, kann eine fehlende ausreichende sonographische und technische Ausbildung ein Ausschlusskriterium f\u00fcr dessen Verwendung in nicht spezialisierten Krankenh\u00e4usern darstellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong><span style=\"color: #800080;\">Thoraxbildgebung<\/span><\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>T1-Mapping Magnetresonanztomographie der Lunge zur Beurteilung von Lungenerkrankungen bei Kindern mit zystischer Fibrose: Eine Pilotstudie<\/strong><\/span><\/h5>\n<p>Neemuchwala F, Mahani MG, Pang Y, et al. . Lung T1 mapping magnetic resonance imaging in the assessment of pulmonary disease in children with cystic fibrosis: a pilot study \u00a0\u00a0\u00a0<em>Pediatr Radiol<\/em>\u00a0 \u00a02020; 50: 923\u2013934.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s00247-020-04638-9\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s00247-020-04638-9<\/a><\/p>\n<p><strong>Fragestellung:<\/strong> Kann T1-Mapping der Lunge bei Kindern mit zystischer Fibrose (ZF) eine fr\u00fche Lungenerkrankung erkennen oder Lungenexazerbationen \u00fcberwachen?<\/p>\n<p><strong>Studiendesign:<\/strong> Es handelt sich um eine prospektive Studie von Sept 2017 bis Jan 2018. Phase 1 war eine Querschnittsanalyse und Phase 2 eine longitudinale Analyse \u00fcber 2 Wochen.<\/p>\n<p><strong>Setting:<\/strong> Monozentrisch<\/p>\n<p><strong>Teilnehmer:<\/strong> 16 Kinder: 5 Patienten mit ZF im Vergleich zu 5 gesunden Probanden in Phase 1 und 6 ZF-Patienten in Phase 2<\/p>\n<p><strong>Intervention:<\/strong> T1-Mapping (ohne Kontrastmittel), ultrakurze Echozeit (UTE) MRT, Spirometrie-Tests<\/p>\n<p><strong>Endpunkte:<\/strong> Mittlerer T1-Wert, prozentuales Lungenvolumen ohne T1-Wert und MRT-ZF-Score<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse:<\/strong> In Phase-1 wiesen ZF-Patienten signifikant niedrigere normalisierte T1-Werte der Lunge auf (P=0.02), mit Ausnahme des rechten unteren Lungenlappen (P=0.29). Zus\u00e4tzlich konnte bei den ZF-Patienten ein signifikant h\u00f6heres prozentuales Lungenvolumen ohne T1-Signal nachgewiesen werden (P=0.006). In Phase 2 konnte im Verlauf der Behandlung, mit Ausnahme eines Falles, bei allen Patienten ein Anstieg des T1-Wertes (gemessen in der gesamten Lunge) (P=0.001) und einen verbesserten Perfusions-Score (P=0.02) nachgewiesen werden.<\/p>\n<p><strong>Kommentar:<\/strong> T1-Mapping wurde bereits in der MR-Bildgebung von Erwachsenen mit ZF verwendet. Dies stellt eine gute M\u00f6glichkeit dar, da \u201emucus-pluggin\u201c und \u201eair trapping\u201c in ZF zu hypoxie-induzierten Vasokonstriktionen und Perfusionsanomalien f\u00fchren. Da Blut ein h\u00f6heres T1-Signal als Lungenparenchym aufweist, wird das T1-Signal einer gut durchbluteten Lunge im Vergleich zu einer hypoxischen Lunge erh\u00f6ht sein. Diese Studie konnte nachweisen, dass, \u00e4hnlich wie bei Erwachsenen, Kinder mit ZF ein verringertes normalisiertes T1-Signal hatten, trotz normaler Spirometrie. Die Autoren geben an, dass T1-Mapping bei Kindern mit ZF verwendet werden kann, um Lungenerkrankungen in fr\u00fchen Stadien zu erkennen und eine fr\u00fchzeitige Behandlung bei gleichzeitiger Minimierung der Strahlenexposition zu erm\u00f6glichen. Bei ZF-Patienten mit akuten Exazerbationen kann T1-Mapping helfen, Therapieansprechen zu erkenne und die Dauer der Antibiotikabehandlung zu bestimmen. Gro\u00dfe Einschr\u00e4nkungen dieser Studie waren die kleine Stichprobengr\u00f6\u00dfe, sowie der Einfluss von Artefakten auf T1-Werte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #800080;\"><strong>Herzbildgebung<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>K\u00f6rperfettverteilung, \u00dcbergewicht und Herzstrukturen bei Kindern im Schulalter: Eine bev\u00f6lkerungsbasierte Herz-MRT Studie<\/strong><\/span><\/h5>\n<p>Toemen L, Santos S,\u00a0 Roest\u00a0 AA, et al. Body fat distribution, overweight, and cardiac structures in school-age children: a population-based cardiac magnetic resonance imaging study. \u00a0\u00a0<em>JAHA<\/em> \u00a02020; 9: \u00a0e014933.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1161\/JAHA.119.014933\">https:\/\/doi.org\/10.1161\/JAHA.119.014933<\/a><\/p>\n<p><strong>Fragestellung<\/strong><strong>:<\/strong> Welche Assoziationen bestehen zwischen dem gesamten und abdominalen K\u00f6rperfett mit der rechten und linken ventrikul\u00e4ren Struktur und Funktion bei \u00fcbergewichtigen Kindern?<\/p>\n<p><strong>Studiendesign:<\/strong> Bev\u00f6lkerungsbasierte, prospektive Kohortenstudie<\/p>\n<p><strong>Setting:<\/strong> Generation R-Studie in Rotterdam, Niederlande<\/p>\n<p><strong>Teilnehmer:<\/strong> 2836 Kinder im Alter von 10 Jahren und verschiedenen Ethnien (niederl\u00e4ndische vs. nicht-niederl\u00e4ndische Kinder, darunter auch europ\u00e4ische, t\u00fcrkische, marokkanische, surinamesische, kapverdische Kinder und Kinder von den niederl\u00e4ndischen Antillen)<\/p>\n<p><strong>Intervention:<\/strong> Vergleich von \u00fcbergewichtigen, fettleibigen und untergewichtigen Kindern mit normalgewichtigen Kindern.<\/p>\n<p><strong>Endpunkte:<\/strong> Body-Mass-Index (BMI), K\u00f6rperzusammensetzung (Lean Body Mass, Fettmasseindex und viszeraler Fettgewebeindex), \u00a0Blutdruck \u00a0und \u00a0kardiale Messungen: \u00a0rechtsventrikul\u00e4res enddiastolisches Volumen \u00a0(RVEDV), \u00a0rechtsventrikul\u00e4re Ejektionsfraktion (RVEF), linksventrikul\u00e4res enddiastolisches Volumen (LVEDV), linksventrikul\u00e4re Ejektionsfraktion (LVEF), \u00a0linksventrikul\u00e4re Masse (LVM), linksventrikul\u00e4res Massen-Volumen-Verh\u00e4ltnis (LMVR) als Marker f\u00fcr konzentrisches Remodellierung, Schlagvolumen, und Herzleistung.<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse:<\/strong> Bei \u00fcbergewichtigen und fettleibigen Kindern konnte ein h\u00f6herer Lean Body Mass, Fett-Masse-Index, viszeraler Fettgewebeindex und Blutdruck im Vergleich zu normalgewichtigen Kindern nachgewiesen werden. Der BMI zeigte eine positive Assoziation mit RVEDV (0.39), LVEDV (0.41), LVM (0.39) und LMVR (0.07). Die Assoziationen des Lean Body Mass mit allen kardialen Messungen waren st\u00e4rker als mit dem BMI, wobei Assoziation mit LVEDV (0.51) am st\u00e4rksten waren. In geringerem Ma\u00dfe korrelierten der Fett-Masse-Index und der viszerale Fettgewebeindex auch positiv mit RVEDV (0.15 bzw. 0.09), LVEDV (0.17 bzw. 0.09), LVM (0.19 und 0.12) und LMVR (0.07 bzw. 0.09). BMI und K\u00f6rperzusammensetzung (Lean-Mass-Index, Fett-Masse-Index und viszeraler Fettgewebeindex) korrelierten negativ mit dem systemischen Gef\u00e4\u00dfwiderstand. Fettleibige Kinder wiesen das h\u00f6chste Herzvolumen, die gr\u00f6\u00dfte Herzmasse, Herzmassen-Volumen-Verh\u00e4ltnis und Schlagvolumen auf, sowie eine niedrigere RVEF. Bei der LVEF gab es keinen Unterschied.<\/p>\n<p><strong>Kommentar:<\/strong> Lean Body Mass kann eine wichtige Determinante des Herzwachstums sein. Die Fettmasse k\u00f6nnte die Herzstruktur auch noch im sp\u00e4teren Alter beeinflussen. W\u00e4hrend bei dieser Studie kein Zusammenhang zwischen linker Herzfunktion und BMI nachgewiesen werden konnte, haben andere Studien eine niedrigere LVEF und einen erh\u00f6hten viszeralen Fettgewebeindex gezeigt. Adipositas steht somit im Zusammenhang mit einer niedrigeren Funktion des rechten Herzens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong><span style=\"color: #800080;\">Muskuloskelettale Bildgebung<\/span><\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>Genauigkeit des Ultraschalls bei der Diagnose klassischer metaphys\u00e4rer L\u00e4sionen mit R\u00f6ntgenaufnahmen als Goldstandard<\/strong><\/span><\/h5>\n<p>Karmazyn B, Marine MB, Wanner M\u00a0\u00a0\u00a0 R\u00a0\u00a0 et al. Accuracy of ultrasound in the diagnosis of classic metaphyseal lesions using radiographs as the gold standard <em>Pediatr Radiol<\/em>\u00a0 2020; 50: 1123\u20131130.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s00247-020-04671-8\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s00247-020-04671-8<\/a><\/p>\n<p><strong>Fragestellung:<\/strong> Ist Ultraschall (US) eine geeignete Methode zur Diagnose klassischer metaphys\u00e4rer L\u00e4sionen (CML) bei Verdacht auf Kindesmissbrauch?<\/p>\n<p><strong>Studiendesign:<\/strong> Prospektive Studie von 2014-2017. Zwei verblindete Radiologen (Rad1 und Rad2) bewerteten die US-Aufnahmen distaler Oberschenkelknochen (bilateraler) und der rechten oder linken proximalen und distalen Tibia bei jedem Studienteilnehmer. Die F\u00e4lle wurden als positiv gewertet, wenn bei dem jeweiligen Kind eine CML auf R\u00f6ntgen\u00fcbersichtsaufnahmen zeigte; und als negativ gewertet, wenn keine CML sichtbar war. Die F\u00e4lle wurden als \u201eunbestimmt\u201c gewertet werden, wenn die W\u00f6rter &#8222;m\u00f6glich&#8220;, &#8222;verd\u00e4chtig auf&#8220; oder &#8222;suggestiv&#8220; im R\u00f6ntgenbefund verwendet wurden.<\/p>\n<p><strong>Setting:<\/strong> Monozentrisch, Riley Hospital for Children, Indianapolis<\/p>\n<p><strong>Teilnehmer:<\/strong> 63 Kinder (Alter &lt; 1 Jahr) und insgesamt 241 Metaphysen wurden bewertet. Alle in die Studie eingeschlossenen Kinder wurden in 3 Gruppen eingeteilt: 1) Kontrollgruppe, 2) Kinder, die f\u00fcr eine R\u00f6ntgenuntersuchungen aufgrund eines m\u00f6glichen Missbrauchs vorgesehen waren, und 3) Kinder, die bereits einer R\u00f6ntgenuntersuchung bei Verdacht auf CML unterzogen wurden.<\/p>\n<p><strong>Endpunkte:<\/strong> Sensitivit\u00e4t, Spezifit\u00e4t und Accuracy der Detektion von CML mittels US; Interobserver-\u00dcbereinstimmung zwischen 2 Radiologen (Kappa).<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse:<\/strong> Die Interobserver-\u00dcbereinstimmung f\u00fcr das Vorhandenseins von CML mittels US war 0.7 (kappa) mit 96% \u00dcbereinstimmung. Die US-Sensitivit\u00e4t war gering (55% bzw. 63% f\u00fcr Rad1 bzw. Rad2), die US-Spezifit\u00e4t hingegen war mit 98% bzw. 97% f\u00fcr Rad1 bzw. Rad2 hoch. Die Accuracy des US war hoch (94% f\u00fcr beide Radiologen).<\/p>\n<p><strong>Kommentar:<\/strong> In den Vereinigten Staaten sind R\u00f6ntgenaufnahmen bei jedem Verdacht auf Kindesmissbrauch bei Kindern unter 2 Jahren vorgeschrieben. Zus\u00e4tzlich werden sie als Referenzstandard f\u00fcr die Diagnose von assoziierten Frakturen angesehen. Frakturen k\u00f6nnen mithilfe von US nachgewiesen werden und diese Studie untersucht die Sensitivit\u00e4t, Spezifit\u00e4t und Accuracy der Verwendung von US f\u00fcr die Bewertung von CMLs. Diese Studie zeigte eine h\u00f6here Interobserver-\u00dcbereinstimmung f\u00fcr die Diagnose von CML als die aus der Literatur bekannte Interobserver-\u00dcbereinstimmung von R\u00f6ntgenaufnahmen in 2 Ebenen. Des Weiteren zeigte die Studie eine hohe Accuracy und Spezifit\u00e4t des US zum Nachweis von CML bei jedoch niedriger Sensitivit\u00e4t. Dementsprechend k\u00f6nnte US eine hilfreiche Erg\u00e4nzung bei der Bewertung von R\u00f6ntgenaufnahmen mit unklarem Befund bez\u00fcglich CMLs bieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>Diagnostische Genauigkeit von Ultraschall zur Diagnose von Frakturen der oberen Extremit\u00e4t bei Kindern: eine systematische \u00dcberpr\u00fcfung und Metaanalyse.<\/strong><\/span><\/h5>\n<p>Tsou PY, Ma \u00a0YK, Wang \u00a0YH, et al Diagnostic accuracy of ultrasound for upper extremity fractures in children: a systematic review and meta-analysis. Artikel in der Presse. \u00a0\u00a0<em>Am J of Emerg Med,<\/em> \u00a02020.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ajem.2020.04.071\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ajem.2020.04.071<\/a><\/p>\n<p><strong>Fragestellung:<\/strong> Wie ist die diagnostische Genauigkeit von Ultraschall (US) zur Diagnose von Frakturen der oberen Extremit\u00e4t bei Kindern?<\/p>\n<p><strong>Studiendesign:<\/strong> Systematische \u00dcberpr\u00fcfung von Datenbanken (PubMed, EMBASE, Web of Science) bis November 2019 unter Verwendung vordefinierter Indexbegriffe. F\u00fcr die Metaanalyse wurde ein bivariates Modell mit Zufallseffekten verwendet. Eine Teilgruppenanalyse der Frakturstelle wurde ebenfalls durchgef\u00fchrt (Ellbogen vs. Nicht-Ellbogen).<\/p>\n<p><strong>Anzahl der Studien: <\/strong>32 Studien von mehreren Kontinenten wurden eingeschlossen<\/p>\n<p><strong>Intervention:<\/strong> Durchf\u00fchrung von US bei Frakturen der oberen Extremit\u00e4t<\/p>\n<p><strong>Endpunkte:<\/strong> Sensitivit\u00e4t, Spezifit\u00e4t, positives (LR+) und negatives Wahrscheinlichkeitsverh\u00e4ltnis (LR\u2013) und die Fl\u00e4che unter der ROC-Kurve (AUROC) f\u00fcr die US-Diagnose von Frakturen der oberen Extremit\u00e4t und Subgruppenanalyse f\u00fcr Ellbogenfrakturen. Eine Metaregression wurde durchgef\u00fchrt, um festzustellen, ob die Frakturstelle die Diagnostische Genauigkeit beeinflusste.<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse:<\/strong> Die Sensitivit\u00e4t, Spezifit\u00e4t, LR+, LR\u2013 und AUROC f\u00fcr die Diagnose von Frakturen der oberen Extremit\u00e4ten mittels US betrugen 0.95, 0.95, 21.1, 0.05 bzw. 0.98. Die Sensitivit\u00e4t, Spezifit\u00e4t, LR+, LR- und AUROC f\u00fcr die Teilgruppenanalyse f\u00fcr Ellenbogenfrakturen betrug 0.95, 0.87, 7.3, 0.06 bzw. 0.96. Metaregression deutete darauf hin, dass die Lokalisation der Fraktur die diagnostische Genauigkeit des US beeinflusst (P&lt;0.01 f\u00fcr Ellbogen- vs. Nicht-Ellbogenfrakturen).<\/p>\n<p><strong>Kommenta<\/strong>r: Die aktuelle Studienlage zeigt, dass US ausgezeichnete diagnostische Werte zur Detektion von Frakturen der oberen Extremit\u00e4t bei Kindern aufweist. Somit kann US als Alternative zu konventionellen R\u00f6ntgenaufnahmen verwendet werden. Interessanterweise evaluierten die Autoren auch Point-of-Care US (POCUS) im Vergleich zum vom Radiologen durchgef\u00fchrten US (RADUS) in einer zus\u00e4tzlichen Subgruppenanalyse (Sensitivit\u00e4t 0.95, Spezifit\u00e4t 0.96, LR+ 22.7, LR- 0.06, AUROC 0.97). Dies k\u00f6nnte darauf hindeuten, dass POCUS eine \u00e4hnlich hohe diagnostische Genauigkeit wie RADUS hat. Jedoch sollte aufgrund der geringen statistischen Aussagekraft (17 eingeschlossene Studien f\u00fcr POCUS) und der gro\u00dfen Variation bez\u00fcglich der muskuloskelettalen US-Ausbildung (30 Minuten Didaktik mit praktischem Training f\u00fcr klinisch t\u00e4tige \u00c4rzte bis hin zu jahrelanger Erfahrung f\u00fcr Radiologen) bei der Interpretation der Ergebnisse Vorsicht geboten sein, insbesondere weil US eine untersucherabh\u00e4ngige Modalit\u00e4t ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #800080;\"><strong>INTERVENTIONELLE RADIOLOGIE<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>Postpylorische Ballonokklusion zur Verbesserung der Erfolgsrate der Sondenplatzierung mittels perkutaner Gastrostomie\/Gastrojejunostomie bei Kindern.<\/strong><\/span><\/h5>\n<p>Durand R, Cahill AM, Shellikeri S, et al. Postpyloric balloon oclusion to increase technical success during pediatric percutaneous gastrostomy\/gastrojejunostomy tube placement. p <em>J Vasc Interv Radiol<\/em>\u00a0\u00a0\u00a0 2020; 31:1139\u20131142.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.jvir.2020.03.004\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.jvir.2020.03.004<\/a><\/p>\n<p><strong>Fragestellung:<\/strong> Maximiert die postpylorische Ballonokklusion die Mageninsufflation zur Platzierung der Magensonde mittels perkutaner Gastrostomie\/Gastrojejunostomie bei vorherigem Scheitern mittels konventioneller Methoden?<\/p>\n<p><strong>Studiendesign:<\/strong> Monozentrisch, Children\u00b4s Hospital of Philadelphia<\/p>\n<p><strong>Setting:<\/strong> Retrospektive Studie von 2016 bis 2019.<\/p>\n<p><strong>Probanden: <\/strong>Auswahl von F\u00e4llen bei denen postpylorische Ballonokklusion verwendet wurden. In 29 von 155 F\u00e4llen war ein Ballonokklusion zur Platzierung der Magensonden erforderlich. Das mittlere Patientenalter betrug 36 Monate.<\/p>\n<p><strong>Intervention:<\/strong> Postpylorischer Ballonokklusion wurde verwendet, wenn der Magenrand nicht ausreichend nach subkostal oder den Leberrand reichte, oder bei vorzeitigem Verlust der insuffierten Luft.<\/p>\n<p><strong>Endpunkte:<\/strong> Technische Erfolgsrate.<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse:<\/strong> Ballonokklusion wurde bei 23 der 29 Patienten (79.3%) als erfolgreich eingestuft, wodurch die Gesamterfolgsrate der perkutanen Magensondenplatzierug von 80.1% auf 95.2% stieg.<\/p>\n<p><strong>Kommentar:<\/strong> Mit der postpylorischen Ballonokklusion kann die Erfolgsrate der Platzierung der Ern\u00e4hrungssonde bei Kindern erh\u00f6ht werden, vor allem bei F\u00e4llen mit Darm- und Leber-Interposition. Es ist eine einfache Technik und kann bei Kindern ab 3 kg verwendet werden. Die Autoren weisen darauf hin, dass diese Technik in geeigneten F\u00e4llen anstelle von Glucagon verwendet werden k\u00f6nnte. Die 6 erfolglosen F\u00e4lle in dieser Studie wurden Faktoren zugeschrieben, die nicht \u00fcberwunden werden konnten (z.B.: persistente Kolon-Interposition, distendierte D\u00fcnndarmschlingen, Hepatomegalie). Daher ist in manchen F\u00e4llen weiterhin eine chirurgische Ern\u00e4hurngssondenplatzierung notwendig. Limitationen dieser Studie und Technik umfassen die geringe Fallzahl als auch die zus\u00e4tzlich notwendige Fluoroskopiezeit und Strahlendosis f\u00fcr den Patienten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #800080;\"><strong>NEURORADIOLOGIE<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>Genauigkeit der MR-Bildgebung zum Nachweis von sensorineuralem H\u00f6rverlust bei S\u00e4uglingen mit bakterieller Meningitis<\/strong><\/span><\/h5>\n<p>Orman G, Kukreja MM, Vallejo JG, et al. Accuracy of MR imaging for detection of sensorineural hearing loss in infants with bacterial meningitis. <em>AJNR<\/em> \u00a02020; 41: 1081\u20131086.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.3174\/ajnr.A6539\">http:\/\/dx.doi.org\/10.3174\/ajnr.A6539<\/a><\/p>\n<p><strong>Fragestellung:<\/strong> Wie ist die diagnostische Genauigkeit des MRT zur Vorhersage der Entwicklung von sensorineuralem H\u00f6rverlust (SNHL) bei S\u00e4uglingen mit bakterieller Meningitis?<\/p>\n<p><strong>Studiendesign:<\/strong> Retrospektive Studie von 2011 bis 2019.<\/p>\n<p><strong>Setting:<\/strong> Monozentrisch, Texas Children\u2019s Hospital\/Baylor College of Medicine, Houston, Texas<\/p>\n<p><strong>Teilnehmer:<\/strong> 115 Kleinkinder<\/p>\n<p><strong>Intervention:<\/strong> In dieser retrospektiven Studie evaluierten 2 verblindete, p\u00e4diatrische Neuroradiologen mit 7-9 Jahren Erfahrung unabh\u00e4ngig voneinander MRT-Untersuchungen des Gehirns. Audiometrische Tests waren der Referenzstandard f\u00fcr die Diagnose von SNHL bei allen Patienten.<\/p>\n<p><strong>Endpunkte:<\/strong> Sensitivit\u00e4t, Spezifit\u00e4t, positiver Vorhersagewert (PPV), negativer Vorhersagewert (NPV) und diagnostische Genauigkeit der kontrastmittelverst\u00e4rkten T1-gewichteten Bildgebung (T1WI+C), der FLAIR-Bildgebung und eine Kombination dieser im Vergleich mit audiometrischen Testergebnissen. Laborergebnisse wurden ebenfalls ausgewertet, einschlie\u00dflich Liquor-Kulturen, Liquor-Glukose, Liquor-Protein, Liquor-Leukozytenzahl und Blutkulturen.<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse:<\/strong> Die Auswertung der T1WI+C (Konsensus beider Radiologen) ergab eine Sensitivit\u00e4t, Spezifit\u00e4t, PPV, NPV und Accuracy von 61.4%, 95.5%, 83.3%, 87.1% bzw. 86.3%. Die Auswertung der FLAIR-Bildgebung (Konsensus beider Radiologen) ergab eine Sensitivit\u00e4t, Spezifit\u00e4t, PPV, NPV und Accuracy von 50%, 93.6%, 75%, 83.1% bzw. 81.6%. Die Inter-observer-\u00dcbereinstimmung f\u00fcr T1WI+C, FLAIR-Bildgebung und kombinierte Auswertung war ausgezeichnet (kappa &gt; 0.9). Faktoren, die signifikant mit SNHL in Verbindung gebracht wurden, waren niedrige Liquor-Glukose, hohes Liquor-Protein und positive Liquor-Kultur.<\/p>\n<p><strong>Kommentar:<\/strong> Die abnormale Kontrastmittelaufnahme und das erh\u00f6hte FLAIR-Signal beim MRT des Innenohrs sind sehr spezifisch f\u00fcr die Vorhersage von SNHL bei S\u00e4uglingen mit bakterieller Meningitis und k\u00f6nnten mit Entz\u00fcndungen, St\u00f6rungen der Blut-Hirn-Schranke und Ansammlung von abnormaler proteinreicher Fl\u00fcssigkeit bei bakterieller Meningitis zusammenh\u00e4ngen. Die Ergebnisse dieser Studie sollen das Bewusstsein sch\u00e4rfen und eine genauere Beurteilung des Innenohrs bei Patienten mit bakterieller Meningitis bei routinem\u00e4\u00dfigen MRT-Untersuchungen f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h5><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>Einmin\u00fctiges ultraschnelles MRT des Gehirns mit vollst\u00e4ndigen Basis-Sequenzen: Eine vielversprechende Methode in der p\u00e4diatrischen Bildgebung des Gehirns?<\/strong><\/span><\/h5>\n<p>Ha JY, Baek HJ, Ryu KH, et al. One-minute ultrafast brain MRI with full basic sequences: can it be a promising way forward for pediatric neuroimaging? \u00a0\u00a0<em>AJR<\/em> \u00a02020; 215: 198\u2013205.<\/p>\n<p>https:\/\/www.ajronline.org\/doi\/10.2214\/AJR.19.22378<\/p>\n<p><strong>Fragestellung:<\/strong> Ist ein 1-min\u00fctiges ultraschnelles MRT-Protokoll des Gehirns bei p\u00e4diatrischen Patienten klinisch m\u00f6glich?<\/p>\n<p><strong>Studiendesign:<\/strong> Retrospektive Studie<\/p>\n<p><strong>Setting:<\/strong> Monozentrisch, Gyeongsang National University School of Medicine und Gyeongsang National University Changwon Hospital, Republik Korea.<\/p>\n<p><strong>Teilnehmer:<\/strong> 23 Patienten mit normalen und pathologischen Befunden<\/p>\n<p><strong>Intervention:<\/strong> 1-min\u00fctiges ultraschnelles MRT-Protokoll (Gesamtscanzeit 1 Minute, 11 Sekunden) im Vergleich zu einem routinem\u00e4\u00dfigem MRT-Protokoll des Gehirns (Gesamtscanzeit 9 Minuten, 51 Sekunden)<\/p>\n<p><strong>Endpunkte:<\/strong> 4-Punkte Likert-Skala f\u00fcr die Bewertung der Bildqualit\u00e4t, Wilcoxon signed rank Test, um die Bewertungen der Radiologen zu vergleichen, und Interobserver-\u00dcbereinstimmung zwischen 2 unabh\u00e4ngigen Radiologen<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse: <\/strong>Der Mittelwert der Gesamtbildqualit\u00e4t und der Abgrenzung anatomischer Strukturen waren mit dem ultraschnellen MRT-Protokoll deutlich niedriger als mit dem routinem\u00e4\u00dfigen MRT-Protokoll. Das ultraschnelle MRT-Protokoll zeigte jedoch eine ausreichende Gesamtbildqualit\u00e4t und Abgrenzung anatomischer Strukturen (&gt;2 Punkte auf der 4-Punkte-Likert-Skala). Die Interobserver-\u00dcbereinstimmung beider Protokolle lag bei 60-100%.<\/p>\n<p><strong>Kommentar:<\/strong> Die Autoren schlussfolgern, dass das 1-min\u00fctige ultraschnelle MRT-Protokoll im Vergleich zu einem routinem\u00e4\u00dfigen MRT-Protokoll des Gehirns eine ausreichende Bildqualit\u00e4t f\u00fcr den diagnostischen Einsatz hat. Implikationen f\u00fcr eine k\u00fcrzere Scanzeit w\u00e4ren etwa eine niedrigere Scanfehlerraten, ein niedrigerer Bedarf an Sedierungen und eine weniger Angst vor der MRT-Untersuchung. Es gibt jedoch mehrere wichtige Limitationen dieser Studie, darunter die geringe Stichprobengr\u00f6\u00dfe, geringe Interobserver-\u00dcbereinstimmung und die subjektive Analyse der Bildqualit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #800080;\"><strong>QUALIT\u00c4T &amp; SICHERHEIT<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>Strahlendosis von Aufsichtspersonen bei h\u00e4ufigen p\u00e4diatrischen Computertomographieuntersuchungen<\/strong><\/span><\/h5>\n<p>Overhoff D, Weis\u00a0\u00a0 M, Riffel\u00a0\u00a0 P, et al. Radiation dose of chaperones during common pediatric computed tomography examinations \u00a0<em>Pediatr Radiol<\/em>\u00a0\u00a0 2020; \u00a050: \u00a01078\u20131082.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s00247-020-04681-6\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s00247-020-04681-6<\/a><\/p>\n<p><strong>Fragestellung:<\/strong> Wie hoch ist die Strahlendosis f\u00fcr die erwachsene Aufsichtspersonen die Kinder w\u00e4hrend der CT-Untersuchung begleiten?<\/p>\n<p><strong>Studiendesign:<\/strong> Prospektive Studie. Zwei Protokolle mit 1) Thorax Phantom, und 2) p\u00e4diatrische Patienten f\u00fcr routinem\u00e4\u00dfige Thorax-CTs.<\/p>\n<p><strong>Setting:<\/strong> Monozentrisch, Universit\u00e4tsklinikum Mannheim, Universit\u00e4t Heidelberg<\/p>\n<p><strong>Teilnehmer: <\/strong>3 Gesamtdosismessungen aus 10 CT-Untersuchungen mit einem Phantom und von 12 routinem\u00e4\u00dfigen CT-Untersuchungen von Kindern<\/p>\n<p><strong>Intervention:<\/strong> Die 3 Dosimeter wurden an verschiedenen Stellen rund um den CT-Scanner platziert (Gantry \u00d6ffnung (#1), 1 m von der Gantry entfernt (#2) und neben der Gantry (#3)). Die Strahlendosen wurden gemessen.<\/p>\n<p><strong>Endpunkte:<\/strong> Gesamtstrahlungsdosis (\u03bcSv) von Dosimeter #1, #2 und #3<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse:<\/strong> F\u00fcr Protokoll 1 hatte das Dosimeter #1 eine Gesamtstrahlungsdosis von 3 \u03bcSv, Dosimeter #2 1 \u03bcSv und bei Dosimeter #3 konnte keine Strahlung nachgewiesen werden. F\u00fcr das Protokoll 2 hatte Dosimeter #1 eine Gesamtstrahlungsdosis von 2 \u03bcSv, Dosimeter #2 1 \u03bcSv und bei Dosimeter #3 konnte keine Strahlung nachgewiesen werden.<\/p>\n<p><strong>Kommentar:<\/strong> Niedrige Strahlendosen wurden f\u00fcr alle Dosimeterpositionen f\u00fcr beide Protokolle gemessen, einschlie\u00dflich keiner nachweisbaren Strahlung, wenn das Dosimeter neben der Gantry positioniert wurde. Der Unterschied in den Dosen zwischen Phantomscans und echten klinischen Scans wurde auf Streuung zur\u00fcckgef\u00fchrt. Die Studie hat Limitationen, wie die Messung von Strahlendosen in nur einer einzigen H\u00f6he und fehlender Ber\u00fccksichtigung des Vorhandenseins von Bleisch\u00fcrzen welche in der Regel von den Begleitern getragen werden. Diese Ergebnisse sind m\u00f6glicherweise nicht auf CT-Untersuchungen anderer K\u00f6rperteile oder auf andere Untersuchungsmodalit\u00e4ten, wie etwa der Fluoroskopie \u00fcbertragbar. Die insgesamt niedrigen Strahlendosen sind jedoch beruhigend, da Aufsichtspersonen die Kinder w\u00e4hrend der CT-Untersuchung sicher begleiten k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"[embedyt] https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2qC2ILOyOMQ[\/embedyt] ABDOMINALE BILDGEBUNG \u00a0 Signifikanz von fehlendem Darmgas auf abdominalen R\u00f6ntgenaufnahmen in p\u00e4diatrischen Patienten [&hellip;]","protected":false},"author":3,"featured_media":3052,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[214],"tags":[],"class_list":["post-7552","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v25.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>What\u2019s new in Pediatric Imaging (German) \u2013 August 2020 - ACORE<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/staging-hub.acoredu.com\/whats-new-in-pediatric-imaging-august-2020\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"What\u2019s new in Pediatric Imaging (German) \u2013 August 2020 - ACORE\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"[embedyt] https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2qC2ILOyOMQ[\/embedyt] ABDOMINALE BILDGEBUNG \u00a0 Signifikanz von fehlendem Darmgas auf abdominalen R\u00f6ntgenaufnahmen in p\u00e4diatrischen Patienten [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/staging-hub.acoredu.com\/whats-new-in-pediatric-imaging-august-2020\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"ACORE\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2020-08-10T20:45:55+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2020-08-21T23:27:31+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/staging-hub.acoredu.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/broken-leg-x-ray-scanning-PWB9QTL-1-scaled.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"2560\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1678\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Abdelrahman\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Abdelrahman\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"16\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/staging-hub.acoredu.com\/whats-new-in-pediatric-imaging-august-2020\/\",\"url\":\"https:\/\/staging-hub.acoredu.com\/whats-new-in-pediatric-imaging-august-2020\/\",\"name\":\"What\u2019s new in Pediatric Imaging (German) \u2013 August 2020 - ACORE\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/staging-hub.acoredu.com\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/staging-hub.acoredu.com\/whats-new-in-pediatric-imaging-august-2020\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/staging-hub.acoredu.com\/whats-new-in-pediatric-imaging-august-2020\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/staging-hub.acoredu.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/broken-leg-x-ray-scanning-PWB9QTL-1-scaled.jpg\",\"datePublished\":\"2020-08-10T20:45:55+00:00\",\"dateModified\":\"2020-08-21T23:27:31+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/staging-hub.acoredu.com\/#\/schema\/person\/75293c6e4870f3aa293e1394c53df6b7\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/staging-hub.acoredu.com\/whats-new-in-pediatric-imaging-august-2020\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/staging-hub.acoredu.com\/whats-new-in-pediatric-imaging-august-2020\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/staging-hub.acoredu.com\/whats-new-in-pediatric-imaging-august-2020\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/staging-hub.acoredu.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/broken-leg-x-ray-scanning-PWB9QTL-1-scaled.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/staging-hub.acoredu.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/broken-leg-x-ray-scanning-PWB9QTL-1-scaled.jpg\",\"width\":2560,\"height\":1678,\"caption\":\"Broken Leg of Little Children X Ray Scanning. 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